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STREAM: Double Bill ZZT Abschlussarbeiten

ONLINE | 6,50 € / SOLIDARITÄTSTICKETS: 10 € / 16 €
06.06
18:00
07.06
20:00
 Tickets

Double Bill - Paulina Jürges & Beljana Marion Metje

 

Things to do while the apocalypse is going on:

Paulina Jürges

 

Kriege im 21. Jahrhundert sind Kriege gegen die Erde; gegen natürliche Ressourcen wie Wasser, Erde, Wälder, Mineralien, Samen. Die globale Unternehmenswirtschaft, die auf der Idee von grenzenlosem Wachstum basiert, ist zu einer Kriegswirtschaft geworden und die Methoden, die sie benutzt, Kriegsmittel. Kriege um Handel. Kriege um Wasser. Kriege um Nahrungsmittel.
Vandana Shiva

 

In things to do while the apocalypse is going on: fragen wir uns, welche Energie hinter der Gewalt steckt, die die Strukturen durchzieht, in denen wir leben. Und inwiefern wir sie selbst mittragen. 
Es geht um Gier. Um diesen Drang in uns, Dinge zu besitzen. Diese Stimme, die uns sagt, dass es niemals genug ist.
Es geht um Toilettenpapier. Das irgendwie zum neuen Gold wurde. Und zum Symbol der Marktmechanismen unserer Zeit.

 

Mit und von: Vivien Kovarbasic, Giovannina Sequeira, Sebastian Varra, Paulina Jürges

Konzept und Idee: Paulina Jürges

Mentor: Breno Ceatano 

 

Fotos: Martin Miseré

 

Alisio

Beljana Marion Metje

 

>> A walk inside a volcano.
Breathing gaps beneath our feet,
embryonal poems and cloud wind under our skin. <<

 

This piece is about
the creature that life makes out of us
roles we take over in life
the gap inbetween that makes our words significant
the question of relevancy.

It is about the demystification of what we think might be life’s reality
about the embers of our actions and the sparks of our listening -
letting it go into orbits through time and space and falling in between timelessness
- it remains…

This piece was inspired by principle of metamorphosis in life, out of an autobiographical experience of sharing the last months of a very close family member’s life.

Alisio is a trip through inside worlds of body memory and imagination, layers of abstraction and concreteness, dimensions, landscapes of dreams and realities –an ode to embrace the fragility and power of the poetry in irrelevancy, metaphors and oxymorons. Empty but full at the same time… 

Alisio is the closing part of a trilogy of solos created by the choreographer during the last two years.

 

Beljana Metje ist zeitgenössische Tänzerin, Choreographin und freischaffende Künstlerin und graduierte im Februar 2021 von der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Zentrum für Zeitgenössichen Tanz. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie u.a. mit Reut Shemesh, Julio Iglesias Ungo, Lali Ayguadé und Ricardo Ambrozio und erhielt ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.  Als passionierte  Improvisatorin rief sie als Mitgründerin das Improvisations-Kollektiv "Labor im Quartier am Hafen" ins Leben; fasziniert von  interdisziplinären Berührungspunkten performte sie u.a. mit der Kölner Luftartistik Company "Fliegwerk" und performte in interdisziplinären Projekten regionaler Musiker. 

Die ersten zwei Soli ihrer Trilogie - "Aridity" (2019) und "NAMU" (2020) - wurden auf Festivals europaweit gezeigt: Internationales Tanzsolofestival Bonn, Zelyonka SPACE UP dance festival in Kyiv, Ukraine, BIMBACHE OpenART Festival El Hierro, Kanaren. 

In ihrem letztes Solo und Abschluss-Projekt "Alisio" - ein Kooperationsprojekt mit dem brasilianischen Komponisten Otacilio Melgaco – geht sie der Frage nach, was von einem Menschen zurück bleibt, nachdem er geht: sie transformiert persönliche, erschütternde Erfahrungen zu einer empfindsamen poetischen Auffassung der Essenz des Mensch-seins. Die Validität von Realitäten und Träume wird neu verhandelt. Während des Stücks werden Emotionen und Körperlichkeiten defragmentiert und durch körpereigene Erinnerung und Vorstellungskraft zu einer Landschaft aus Metamorphosen erweckt. Wird sie sich ihrer Freiheit erinnern, innerhalb des Lebens träumen und sterben zu können, um immer wieder neu geboren zu werden?​

 

 

Concept/ Choreography / Performance: Beljana Metje

Sound composition: Otacílio Melgaco

Mentor: Breno Ceatano