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STREAM KunstSalon Theaterpreis: Umzug in vergleichbare Lage

Online | 6,50 € / SOLIDARITÄTSTICKETS: 10 € / 16 €
30.06
01.07
02.07
03.07
 Tickets

Artmann&Duvoisin

 

KUNSTSALON THEATERPREISFESTIVAL

Das Festival findet DIGITAL statt: Zwischen dem 30. Juni und dem 3. Juli gibt es die Möglichkeit, alle drei Stücke zu streamen und anschließend auch an der digitalen Publikumsabstimmung teilzunehmen! Am Abend des 3.7. werden aus der tanzfaktur Gespräche mit den nominierten Gruppen und die Preisverleihung live übertragen.

 

ABOUT

 

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken? 

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

 

CHOREOGRAPH*INNEN

 

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

 

TEAM

 

Konzept + Choreografie: Artmann&Duvoisin

Tanz: Diana Treder, Anne-Lene Nöldner, Samuel Duvoisin, Elsa Artmann

Video: Ale Bachlechner

Musikalische Betreuung: Annie Bloch

Outside Eye: Silvia Ehnis Perez Duarte, Khadidiatou Bangoura

Licht: Jan Wiesbrock

Lektorat: Philipp Blömeke

Kostümassistenz: Anna Artmann

Projektmanagement: Caroline Skibinski

Grafik: Ondine Pannet

Fotografie: Arne Schmitt

 

Dlf-Nachrichten vom

18.März 2020, 15 Uhr

23.Februar 2021, 11 Uhr

11.März 2021, 21 Uhr

Musik: Take That, Vanessa Amorosi, IMAscore, Christian Le Gros/Paul Verlaine