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SPONTAN #7 Bahr belá mà – Meer ohne Wasser

TanzFaktur | 5 €
12.04
Fr. 19:00h
13.04
Sa. 19:00h
14.04
So. 17:00h

Im allgemeinen Sprachgebrauch sprechen wir von „Wüste“, wenn das Gegenteil von Heimat, Geborgenheit und Sicherheit ausgedrückt werden soll. In der Wüste, im Serir, ist der Mensch Gefühlen von Verlassenheit, Orientierungslosigkeit und Einsamkeit ausgesetzt. Er taumelt, die Welt gerät aus ihrem Gleichgewicht. Wie lässt sich diese Wahrnehmung in eine Choreografie umsetzen? Die Performer*innen verlassen den selbstgesteckten Sicherheitsraum. Sie taumeln, aus Angst vor dem Unbekannten. Denn sie wissen nicht, was die Wüste bereithält, welche Gefahren, welche Geheimnisse sie ihnen offenbart. In dem Versuch, ihren Taumel verstehen zu wollen, riskieren sie, sich und ihre Welt zu verlieren. Der Fall aus der Balance, Desstabilität und Kontrollverlust sind jedoch nur die eine Seite der menschlichen Empfindungen. Im Taumel erfährt das Individuum auch ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. Hier, in ihrem surrealen Bahr belá mà (dt. Meer ohne Wasser) gibt es keine Beschränkungen mehr. Die Welt wird zu dem eigenen Möglichkeitsraum. In der Bewegung (emp)findet man Freude und Spaß. Und plötzlich fragt man sich, wovor man sich eigentlich fürchtet.

Die Performerin Laura Brechmann widmet sich seit 2017 mit Leidenschaft und Hartnäckigkeit dem Phänomen des Schwindels und Taumels. In performativen Settings untersucht sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen den Nachtmahr, der sie und ihre Welt umklammert hält. Ein Ende ihrer Recherchen ist nicht in Sicht. Sie ist Stipendiatin des Rechercheprogramms Cheers for Fears Transit (2017-2018). Es ist ihre erste abendfüllende Produktion mit Giulio Hesse, Parkour-Künstler und Performer, und Marlene Ruther, Performerin.

Inszenierung und Performance: Laura Brechmann, Giulio Hesse, Marlene Ruther
Video und Bühnenbild: Anja Plonka
Kostümbild: Marlene Ruther
Outside Eye: Katarína Marková, Florent Golfier
Produktionsleitung: Anna-Lena Werner

SPONTAN

Die TanzFaktur widmet sich mit einem neuen Format dem Bedarf nach einem Aufführungsort für Stücke von jungen oder noch wenig etablierten Künstler*innen. Unabhängig von langfristigen Planungen bietet sich mit „SPONTAN“ die Möglichkeit, mit einem interessierten Publikum in Austausch zu kommen.

Der Name des Formates ist dabei Programm: "SPONTAN" soll einfach, kreativ, unkompliziert und überzeugend sein.