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INKUBATOR

Tanzfaktur | 8 € / 5 € Erm.
13.04
Sa. 20:00h
 Tickets

INKUBATOR wendet sich an Tänzer*innen und Choreograph*innen, die am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn stehen, mit ihrer Kunst neue Wege beschreiten wollen und sich mit den Inhalten im Tanz sowie den Möglichkeiten der Tanzvermittlung auseinandersetzen möchten. Hierfür bietet die TanzFaktur jährlich mehrwöchige Residenzen an, die ganz für dieses gemeinsame und intensive Arbeiten und Forschen gedacht sind und junge Stipendiat*innen auf dem Weg in ihre Selbstständigkeit begleiten sollen. Dabei werden sie von Fachleuten aus allen Bereichen des Tanzes unterstützt.

Das Projekt schließt die Leerstelle zwischen praktischer und akademischer Arbeit und gliedert sich in drei Phasen: eine experimentelle Phase im April, eine "…in Progress-Phase" im Juni/Juli und eine Endphase im September. Am Ende jeder Periode findet eine Präsentationsplattform mit der Künstlergruppe statt, die Raum für Diskussionen und Seminare bietet. Die Tanzwissenschaftlerin Ulrike Nestler und die freischaffende Choreografin Reut Shemesh schaffen eine lebendige und nachhaltige Verbindung zwischen künstlerischer Praxis und akademischem Kontext.

Elsa Artmann und Samuel Duvoisin: Interior Parcour
Elsa Artmann und Samuel Duvoisin forschen mit "Interior Parcour" an der Frage, was widerständige Bewegung im Wohnraum bedeuten kann. Wie verändert sich die architekturüberwindende Qualität des Parcour in der Fragilität und Dimension von Inneneinrichtung, was definiert hier Hindernis und Widerstand, und kann diese Bewegung die uns umgebenden Wohnzuschnitte und Mietverhältnisse (an-)greifbar machen?

Linda Martikainen: #EMIT.
Linda Martikainen ist eine finnische Künstlerin, Choreografin und Performerin. In der INKUBATOR-Residenz forscht Martikainen künstlerisch für ihr neues Solostück #EMIT. Der choreographische Ausgangspunkt ist die Untersuchung menschlicher und nichtmenschlicher Beziehungen und Kommunikation in Bezug auf emotionale, räumliche, physische und zeitliche Bedingungen von Rohheit. Was macht ein Rohobjekt? Was ist die Sprache eines Rohkörpers?

María Mercedes Flores Mujica: Amygdala (WT)
Die Prämisse: Angst ist die bestimmende Institution, unter der sich unser Leben entwickelt und entfaltet. Innerhalb der gemeinsamen Räume unseres Alltags bauen sich Triggerpunkte in unserer kollektiven Realität ebenso wie in unserer persönlichen Geschichte auf. Wo verstecken und leben unsere Ängste in unserem Körper und wie werden sie nach außen getragen? Wie speichern und vertreiben unsere privaten und kollektiven Körper die Angst? In einer Welt des ständigen Stresses und des organisierten Chaos: Können wir unsere Ängste annehmen?

Yana Novotorova: Hiding in plain sight. Studies on symbolic violence
2018 arbeitete Yana Novotorova an der subtilen Wirkung symbolischer Gewalt in menschlichen Körpern und ihren Bewegungen. Während sie zunächst die Bereiche des Militärs und der Politik erforschte, wendete sie sich in der letzten Phase ihrer Untersuchung dem Tanz zu. Nachdem die Aufführung 2018 nicht stattfinden konnte, wird ihre Arbeit jetzt im Kontext der neuen Inkubatoren nachgeholt.